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  • AutorenbildKerstin Tscherpel

Kontrastprogramm Holiday Inn

Das Holiday Inn ist das Kontrastprogramm zu unserer Hütte am einsamen Strand.

Schon der Empfang war nach der Ruhe verstörend. Ein Saxophonspieler begrüßt uns mit Musik und natürlich eilen wieder diverse Kofferträger herbei, um unser Gepäck in Empfang zu nehmen. Jeder Angestellte trägt eine rote Weihnachtsmütze mit weißer Bommel. Und das bei 30 Grad Celsius. In der eindrucksvollen Lobby mit Springbrunnen und opulent geschmücktem Christbaum werden wir mit einem roten, sehr süßen Drink Willkommen geheißen. Eine kleine sehr nette Inderin namens Michelle - ich frage mich, ob sie tatsächlich so heißt - klärt uns über die Essenzeiten und Vorzüge des Hotels auf. Danach beziehen wir unsere Zimmer.

Das Hotel ist modern eingerichtet mit schicken Bädern. Wir haben ruhigen Gartenblick auf die sehr gepflegte Grünanlage, die von ganzen Gärtnerhorden bearbeitet wird. In der Ferne sieht man noch den blauen Streifen des Meeres. Auf dem Bett liegt eine orangefarbene Rose. Obwohl das nur eine Kleinigkeit ist, erfreut das mein Herz.

Das Hotel verfügt über einen schönen Pool und drei Restaurants. Die ganze Anlage ist in Weihnachtsdeko geschmückt. Der Strand ist breit und sehr belebt. In beide Richtungen sieht man verschiedene Strandbars, außerdem wird Parasailing und Jetskiing angeboten. Sehr freundliche Strandverkäuferinnen bieten in sehr gutem Englisch Schmuck und Strandkleider an. Sie nennen mir alle ihre Namen und bitten mich, mir diesen zu merken. Ich frage mich warum? Da sie doch immer hier am Strand sind, muss ich doch nicht wissen, wie sie heißen.

Der Sand ist unglaublich fein in hellem Grau. Wie Puderzucker auf dem man läuft. Das Meer geht über mehrere Meter flach rein und mein Kleiner ist wieder von den heranrauschenden Wellen begeistert. Etwas irritierend finde ich, dass ein weißer Jeep direkt am Strand entlangfährt und auch ein Roller. Der Jeep ist vielleicht ein Shuttelservice am Strand. Eine andere Funktion erschließt sich mir nicht.

Am meisten begeistert uns aber das Essen. Es gibt richtig viel Auswahl an europäischem Essen und das schmeckt auch noch richtig lecker. Rindersteak hatten wir ewig nicht mehr. Hmmm.😋 Also sitzen wir entspannt im Grillrestaurant direkt am Strand und genießen den Sonnenuntergang.

In unserem Resort mit den Strandhütten war die Essensauswahl eher gering und begrenzte sich auf Variationen von Fisch mit Pommes oder indischem Essen. Obwohl der Koch echt nett war und uns immer Empfehlungen gemacht hat, hat man nach einer Woche Pommes und frittierte Garnelen oder Tintenfischringen oder Fisch genug Frittiertes gegessen.

Auch der Comfort in den Hütten war begrenzt. Im Bad musste man die bodengängige Dusche mit Handtüchern abdichten, damit nach dem Duschen nicht das ganze Bad unter Wasser stand. Irgendwie war der Abfluss nicht der niedrigste Punkt in der Dusche. Das haben sie irgendwie nicht richtig beachtet, dass Wasser immer nach unten fließt. Meinem Papa als passioniertem Handwerker wäre das nicht passiert. Dafür hatte man immer das Meer vor der Nase und das Meeresrauschen.


Aber die Kinder, vor allem die Große, sind glücklich. Damit ist der Urlaub für uns auch entspannter, als ständig nörgelnde Teenager zu haben, die sich beschweren, dass man in der Abgeschiedenheit nix machen kann.

Als würde das Meer nicht genügen. Ich verstehe das nicht. Na ja, ich bin ja auch kein Teenager mehr.


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