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Über mich - oder die Frage: Wer bin ich?

Eine Frage, die man wahrscheinlich nicht mal nach einer jahrelangen Therapie beantworten könnte.

Aber es gibt ja auch die harten Fakten:

Ich bin Kerstin. Verhaltensbiologin, Lehrerin für Biologie und Chemie, Mutter von drei Kindern, Ehefrau, leidenschaftliche Beobachterin – und seit einigen Jahren ziemlich weit weg von dem Leben, das ich einmal für normal hielt.
 

Heute lebe ich mit meiner Familie in New Delhi.

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Wie es dazu kam

Bevor wir nach Indien gezogen sind, lebten wir in einem Reihenendhaus in Süddeutschland. Mit Garten, Nachbarn und einem Leben, das der Inbegriff der Normalität war.

Doch dann kam uns meine Neugier dazwischen. Und die Entscheidung, für ein paar Jahre nach Delhi zu ziehen.

Plötzlich waren da Rikschas, Kühe, Smog, Monsun, Termiten, Fahrer, Hausangestellte, unfassbar gutes Essen, völlig neue Vorstellungen von Privatsphäre, Zeit und Organisation – und immer wieder Situationen, bei denen ich dachte: Das glaubt mir zu Hause kein Mensch.

Also begann ich zu schreiben.

So entstand 10 Feet in India.

Am Anfang war dieser Blog vor allem mein Blick auf ein Land, das mich gleichzeitig faszinierte, überforderte und neugierig machte. Ich schrieb über all die kleinen und großen kulturellen Unterschiede, über das Ankommen in Delhi und über die manchmal ziemlich absurde Realität eines Expat-Lebens.

Mit der Zeit hat sich der Blog verändert. Genau wie unser Leben.

Heute geht es hier längst nicht mehr nur um Indien. Es geht ums Reisen und ums Wohnen, um Essen, Gesundheit und manchmal ums Älterwerden. Vor allem aber geht es um Menschen. Um Familie. Um Kinder, die erwachsen werden oder es zumindest behaupten. Um Eltern, die versuchen loszulassen, obwohl sie ganz gerne noch ein bisschen mitbestimmen würden. Um Ehe, Erziehung und die Erkenntnis, dass in einer Familie fünf Menschen erstaunlich viele unterschiedliche Vorstellungen davon haben können, wie man ein Leben richtig führt.

In meiner Serie „Willkommen bei den Tscherpelinis“ bekommt deshalb inzwischen auch unser ganz normaler Familienwahnsinn seinen Platz. Wobei „normal“ vermutlich Ansichtssache ist.

Ich schreibe über das, was mir begegnet: über einen Spaziergang im Park in Delhi genauso wie über eine Reise durch Kasachstan, über indische Schönheitskliniken, Brotbacken, Smog, Nachbarschaften, einen fast erwachsenen Sohn mit Kreatin und Looksmaxing-Ideen oder die Frage, wie viel Verantwortung Eltern eigentlich für ihre Kinder tragen – und wann diese Verantwortung endlich bei den Kindern selbst landet.

Ich mag die kleinen Geschichten, die mit einer Absurdität des Alltags beginnen und plötzlich von etwas Größerem erzählen.

Vielleicht ist genau das der rote Faden dieses Blogs: Neugier auf andere Lebensweisen und die Bereitschaft, die eigene immer wieder infrage zu stellen.

Schön, dass du hier bist.

Willkommen bei 10 Feet in India – und inzwischen wohl auch ein bisschen bei den Tscherpelinis.

Kontakt

Auch ich freue mich über Post.

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