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  • AutorenbildKerstin Tscherpel

Transport auf indische Art

Nie wieder werde ich nach meinem Aufenthalt hier lamentieren, dass unser VW-Sharan zu klein ist, nachdem ich gesehen habe, wie hier in Indien der Transport bewerkstelligt wird.

Daher möchte ich einige Transportarten vorstellen: Üblich ist es hier der Transport schwerer oder großer Dinge auf dem Kopf. Das wird bereits von Kindern so gemacht und auch Männer und Frauen tragen so echt schwere Lasten rückengerecht von A nach B.

Im Urlaub konnte ich wieder beobachten, wie Männer den für den Bau benötigten Sand vom Strand in großen Schalen auf dem Kopf tragen oder Frauen den Abfall. Sogar die schweren Trinkwassergallonen werden so transportiert.

In Rajasthan werden neben den anderen Transportmitteln auch noch Kamelkarren zum Transport von Lasten verwendet. Das hab ich in Delhi bislang nicht gesehen. In Delhi, speziell in Old Delhi, kann man aber noch Ochsenkarren oder auch Eselkarren sehen.

Etwas moderner sind dann die Fahrradtransporte. Hier gibt es sowohl zweirädrige oder dreirädrige Rikschas. Diese sind teilweise so überladen, dass man sich wundert, dass das Gerät samt Ladung überhaupt noch fortbewegt werden kann. Entsprechend angestrengt wirken die Rikschafahrer dann auch. Manche schieben ihr grotesk überladenes Fahrgerät nur noch. Mit Fahrradrikschas werden alle möglichen Dinge transportiert. Allein bei uns im Viertel gibt es eine Müllabfuhr mit Fahrradrikscha und einen Pflanzenhändler. Daneben habe ich den Transport der neuen Waschmaschine oder Rattansitzgarnitur auch schon gesehen. Oder als alternativer Personentransport von sieben Personen wie unten im mittleren Bild zu sehen.


Der Roller ist in Delhi ein gängiges Familienfahrzeug nicht nur für zwei Personen. Eine vierköpfige Familie mit zwei kleinen Kindern plus Einkauf werden standardmäßig transportiert. Natürlich werden mit dem Roller auch Dinge transportiert und auch hier wundert man sich über die Menge, die der Inder auf einem Roller unterbringt. Sogar lebende Tiere werden mit Rollern transportiert. Wie man unten im rechten Bild sehen kann, befinden sich in den Gepäcktaschen des Rollers Ziegen. Die waren allerdings nicht so begeistert von dieser Art des Transports.


In ländlichen Bereichen gibt es auch Traktoren. Diese erinnern mich an die älteren und kleineren Versionen, wie es sie auch früher in Deutschland gab. Beladen sieht das dann so aus.

Auch wenn manchem die Fahrradrikschas menschenunwürdig erscheinen, sind sie ein Unternehmenszweig, an dem viele Existenzen hängen. Außerdem haben sie den Vorteil, dass sie keine Abgase produzieren. Nicht umsonst will die grüne Regierung das auch in Berlin einführen. Ob Indien da wohl das Vorbild war😉?

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